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Donnerstag, 19.09.2019

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Filmszene aus "Verfehlung" | Bildquelle: av medien penrose / Alina Bader

Bildquelle: av medien penrose / Alina Bader

Drama Verfehlung

"Da schmeißt einer mit Dreck, und es ist nur eine Frage der Menge, ob was hängen bleibt ..." Das möchte der katholische Gefängnisseelsorger Jakob Völz gern glauben, als sein bester Freund und Kollege Dominik Bertram wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch in Untersuchungshaft genommen wird.

Mitwirkende

Sebastian Blomberg Jakob Völz
Hartmut Becker Dominik Bertram
 
Redaktion Claudia Gladziejewski
Der 38-jährige Jakob Völz will sich verändern: Nach vier Jahren Gefängnisseelsorge soll der katholische Priester ab dem Sommer höhere Aufgaben übernehmen; eine willkommene Herausforderung für den engagierten Seelsorger, denn Jakob Völz lebt seine Berufung, seinen Dienst am Menschen. Was ihn offensichtlich erfüllt, kann seine latente Einsamkeit jedoch nicht verdecken - sie ist der schmerzhafte Teil seines Daseins als Priester. Das enge Verhältnis zu seiner Kollegin, der Gefängnispsychologin Susanne Weihe, spiegelt Jakobs stille Sehnsucht: Zwischen beiden herrscht eine Vertrautheit, die mehr sein könnte, wäre Jakob nicht Priester.
Halt findet er in der engen Freundschaft zu seinen Priester-Kollegen Dominik und Oliver: Die drei haben sich im Studium kennengelernt und beschlossen, hier nicht nur zu beten, sondern auch zu feiern. Ihre Freundschaft ist seitdem gereift. Insbesondere Dominik ist in seiner umgänglichen und sehr menschlichen Art ein Wegweiser für Jakob, während Oliver entschlossen die Karriereleiter erklimmt und Jakob mitziehen will. Als ausgerechnet Dominik unter den Verdacht des sexuellen Missbrauchs gerät und in Untersuchungshaft landet, glauben sowohl Jakob als auch Oliver, dass es sich nur um eine falsche Anschuldigung handeln kann. Doch so ungeheuerlich die Vorwürfe sind, sie säen einen nagenden Zweifel in Jakob: Was, wenn etwas dran ist an den Vorwürfen? Ein unglückliches Aufeinandertreffen mit Vera Rubin und ihrem Sohn Mike, den vermeintlichen Opfern, verunsichert Jakob nachhaltig und verstärkt seine Zweifel. Während Oliver als ranghoher Vertreter des Bistums die Wogen glätten soll und von Jakobs Ahnungen nichts wissen will, bestätigen sich Jakobs Befürchtungen, als er Dominik mit seinen Vermutungen konfrontiert - Dominik gesteht ihm unter Tränen seinen "Fehltritt". Hin- und hergerissen zwischen diesem Wissen und der Loyalität dem Freund und der Kirche gegenüber, wählt Jakob den Weg des geringsten Widerstands: Er schweigt. Die Ermittlungen kommen nicht voran, Dominik wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Eine Rückkehr zur Normalität gibt es jedoch nicht: Ein banales Ereignis nährt in Jakob den furchtbaren Verdacht, dass viel mehr geschehen ist als nur ein Fehltritt - er muss jetzt die Wahrheit herausfinden. Aber Oliver pfeift ihn zurück: Ermittlungen sind nicht Aufgabe der Kirche und damit auch nicht Jakobs. Doch Jakobs Suche nach der Wahrheit hat bereits Dinge in Gang gesetzt, die sich nicht mehr kontrollieren lassen. Mehr und mehr verliert er den Halt, und auch sein Verhältnis zu Susanne leidet massiv ...

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