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Donnerstag, 15.08.2024

15:15 bis 16:00 Uhr

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Bildquelle: BR

Edle Tropfen - Ein Tag für Genießer Der Baierwein - Vom Volksgetränk zur Rarität

Die Doku-Reihe zeigt seit über 50 Jahren Menschen und Landschaften in ihrer Verschiedenheit und den Gemeinsamkeiten. Macht Regionen und Geschichte spürbar, Traditionen und Brauchtum neu erfahrbar, den Wandel in Bayerns Musik, Kultur und Handwerk sichtbar.

Mitwirkende

 
Redaktion Frida Buck
"So schön wie heuer war der Wein noch nie", sagt Irmgard Riedl aus Kruckenberg, einem kleinen Ort an der Donau, nicht weit von Regensburg. Das sagt sie zwar jedes Jahr, aber es stimmt auch: Ein wärmeres Klima bewirkt in Deutschlands zweitkleinstem Weinbaugebiet eine Renaissance. "Baierwein" wird hier angebaut, aber offiziell darf er nicht so heißen, denn laut EU-Bürokratie gehört das Gebiet zu Unterfranken. Was die Donau-Winzer nicht nur deswegen ärgert, weil sie in Niederbayern und der Oberpfalz leben, sondern hier vielleicht das älteste Weinbaugebiet Bayerns liegt, sagt jedenfalls Erich Stösser, der frühere Chef des Regensburger Stadtgartenamts, der in der Oberpfälzer Hauptstadt den Weinbau wiederbelebt und sich intensiv mit seiner Geschichte befasst hat. Schon vor 2.000 Jahren sollen an der Donau Trauben gewachsen sein. Die zwar nicht besonders süß waren, aber nachdem das Bier noch nicht in Mode war, wurde er trotzdem getrunken. Der 30-jährige Krieg und eine Klima-Abkühlung sorgten für den Niedergang des Baierweins, von dem er sich nie mehr erholte. Mittlerweile sind wieder rund 20 Winzer tätig, die meisten im Nebenerwerb. Bei Franz Luttner in Tiefental gibt es sogar Bio-Wein, und während seine Kollegen vor allem den weißen Müller-Thurgau anbauen, hat er auch noch einen Rotwein. Gern würde er den "Hierländer" wiederbeleben, der hier in alten Zeiten heimisch war. Zu ihm und anderen begeisterten Baierweinbauern führt Birgit Fürsts Reise auf Deutschlands kürzester Weinstraße.

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