Bildquelle: Anton Zavyalov
Ein Highlight der Stifterkonzertreihe räsonanz: Das Konzert vom 1. April 2017 mit dem Mahler Chamber Orchestra, dem MusicAeterna Choir und der Sopranistin Sophie Burgos unter der Leitung von Teodor Currentzis im Münchner Prinzregententheater. Das klangschöne "lange Lied der Einsamkeit" des Kanadiers Claude Vivier sowie die vierzigstimmige, für Chor und Orchester geschriebene Ballade "Coro" des italienischen Komponisten Luciano Berio verbinden sich zu einem Programm von nicht nur außergewöhnlich sinnlicher Klanglichkeit, sondern auch von gesellschafts- und weltpolitischer Aktualität. Basierend auf Liedtexten der Sioux, Navajo und Zuni, aus Polynesien, Peru, Kroatien, Venedig, dem Piemonz und Chile, verbunden mit Versen der Dichtung Pablo Nerudas, hat Berio mit Coro ein Werk geschrieben, dass von der Liebe und der Arbeit erzählt, von dem Blut auf der Strasse, von der Poesie der menschlichen Lebenswelten. Doch nicht an Nationen, an Völker und Ethnien dachte Berio in "Coro", sondern vielmehr an die Begegnung von Menschen, mit ihren Geschichten, in ihren Leidenschaften und ihrer zerstörten Heimat. Ein für Teodor Currentzis, das Mahler Chamber Orchestra und dem MusicAeterna Choir maßgeschneidertes Programm, möglich gemacht durch die räsonanz-Initiative der Ernst von Siemens Musikstiftung.
BR-KLASSIK sendet den Mitschnitt des Konzertes, das die Ernst von Siemens Musikstiftung in Kooperation mit der musica viva des Bayerischen Rundfunks und dem Lucerne Festival veranstaltet, im "Konzertabend" ab 20.03 Uhr.