Bildquelle: Lea-Naima Schneid
Er gehört zu den markantesten Persönlichkeiten in der bayerischen Neue-Musik-Szene: Tobias PM Schneid, Kompositionsdozent in Würzburg, Mitglied der Akademie der schönen Künste und ein überschäumend kreativer Kopf. Scheuklappen sind ihm fremd; er ist mit allen Wassern der Avantgarde gewaschen, begeistert sich aber genauso für Rock und Jazz und hat vom Cellosolo bis zur großbesetzten Sinfonie, vom Ballett bis zur Stummfilmmusik ein breites Spektrum an Genres und Gattungen um eigene Beiträge bereichert. Expressiv ist seine Musik und emotional aufgeladen, sie scheut tonale Anklänge nicht und ist oft biografisch verwurzelt. Mit wachem Sensorium reagiert Schneid dabei auf das, was in der Welt geschieht. Am 2. Juli feiert der Komponist, der im oberfränkischen Rehau geboren wurde, bei Heinz Winbeck in Würzburg studierte und heute in Neuburg an der Donau lebt, seinen 60. Geburtstag. Ein neues Album, koproduziert von BR-Franken, gibt Einblick in sein kammermusikalisches Schaffen. Im Zentrum: das Klaviertrio Nr. 3 mit dem Titel "Amadé", das sich in tiefsinniger Weise mit der Persönlichkeit Mozarts auseinandersetzt. Die Interpreten rund um den Cellisten Johannes Gutfleisch erzählen in der "Faszination Neue Musik" über ihre langjährige Zusammenarbeit mit Tobias PM Schneid und erklären, warum sie diese Musik so tief berührt.