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Er hat als Geiger noch Johannes Brahms vorgespielt, später wurde zur internationalen Taktstocklegende: Pierre Monteux kam am 4. April 1875 in Paris zur Welt. Er stand bei der skandalumwitterten Pariser Uraufführung von Strawinskys "Le sacre du printemps" im Jahr 1913 am Pult und schaffte es unbeirrt, das Orchester durch den gewaltigen Tumult des Publikums zu navigieren. Anschließend war mehr als ein halbes Jahrhundert lang Chef so berühmter Klangkörper wie des Boston Symphony Orchestra, des Amsterdam Concertgebouw Orkest, des Orchestre Symphonique de Paris und der San Francisco Symphony. Zu seinen prominenten Schülern gehörten Lorin Maazel, Igor Markevitch, Neville Marriner, Seiji Ozawa und André Previn. Obwohl Monteux häufig Brahms als seinen Lieblingskomponisten bezeichnete, war er besonders berühmt für seine Interpretationen des französischen Repertoires. Seine Einspielung von César Francks Sinfonie d-Moll von 1962 gilt bis heute als Referenzaufnahme.