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Freitag, 04.04.2025

20:03 bis 22:00 Uhr

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Der Pianist Paul Lewis | Bildquelle: © Kaupo Kikkas

Bildquelle: © Kaupo Kikkas

Live aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz - Surround Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks

Leitung: Manfred Honeck

Zwei gute Bekannte kehren zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zurück: der britische Pianist Paul Lewis, Meisterschüler des heute 94-jährigen Alfred Brendel, und der österreichische Dirigent Manfred Honeck, langjähriger Musikchef des Pittsburgh Symphony Orchestra. Zusammen musizieren sie Beethovens viertes Klavierkonzert, und der gemeinsame Zugriff, das Geben und Nehmen ist bei diesem symphonisch konzipierten Werk, bei dem Beethoven Solopart und Orchester zu einer kongenialen Einheit verwoben hat, eminent wichtig. Der lyrische, fast frühromantische Charakter dieses Stücks dürfte dem Solisten Paul Lewis, der sich vor allem als Beethoven-Interpret einen Namen gemacht hat, besonders liegen. Schlusspunkt von Honecks Programm ist die monumentale Dritte Sinfonie Beethovens, die ihren Beinamen "Eroica" nicht zu Unrecht trägt, sind heroische Züge samt einem berühmten Trauermarsch, gespeist aus Beethovens Hassliebe zu Napoleon, doch unüberhörbar. An den Anfang des Abends setzt Honeck ein Werk des Gedenkens an den jüdischen Neutöner aus Prag, Erwin Schulhoff, dessen Musik von den Nationalsozialisten als "entartet" gebrandmarkt wurde - ihren Schöpfer haben sie damit mundtot gemacht. 1942 starb Schulhoff während seiner Internierung auf der Festung Wülzburg an Tuberkulose. Von Schulhoff präsentiert Honeck dessen Fünf Stücke für Streichquartett in einer eigenen Orchesterversion, die er zusammen mit dem tschechischen Arrangeur Tomáš Ille erstellt hat. Erstaunlich eigentlich, dass zuvor noch niemand auf die Idee gekommen ist, diese reizvolle Tanzsuite aus Walzer, Furiant, Polka, Tango und Tarantella zu orchestrieren.

Solist: Paul Lewis, Klavier
Erwin Schulhoff/Tomáš Ille: Fünf Stücke; Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur; Sinfonie Nr. 3 Es-Dur - "Eroica"

Dazwischen:
PausenZeichen
Robert Jungwirth im Gespräch mit Manfred Honeck

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