BR-KLASSIK

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Sonntag, 02.03.2025

22:35 bis 23:05 Uhr

BR Fernsehen

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Bildquelle: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Capriccio | Kulturmagazin

NS-Raubkunst und Lokaljournalismus

Capriccio - die Welt der Kunst und Kultur. Überraschend, innovativ, mit ungewöhnlicher Bildsprache, genauen Recherchen und einer eigenen Haltung. Donnerstags um 22.45 Uhr im BR Fernsehen

Mitwirkende

 
Redaktion Simon Emmerlich
Die Themen der Sendung:

SZ-Raubkunst-Papers: Hat der Freistaat jahrelang jüdische Erben getäuscht?

Die Süddeutsche Zeitung ist an eine interne Datenbank der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gelangt. 200 Werke sind dort rot als raubkunstverdächtig gekennzeichnet. Der Vorwurf: In vielen Fällen seien mögliche Erben nicht oder nur unzureichend über den internen Forschungsstand informiert worden. Die Staatsgemäldesammlungen weisen die Kritik zurück. Fest steht aber: Während in den letzten Jahren viele Kunstwerke von eher geringem Werk an jüdische Erben restituiert wurden, ist man bei möglichen Rückgaben millionenschwerer Bilder von Picasso oder Beckmann auffällig zurückhaltend.
"Heldin": Pflegenotstand als Kino-Drama

Die Situation der Pflege war eines der großen und wichtigen Zukunftsthemen, das in diesem Bundestagswahlkampf – wenn überhaupt – nur am Rande vorkam. Das Krankenhausdrama "Heldin" vermittelt jetzt einen intensiven und erschütternden Blick in den Alltag Pflegender in unseren Kliniken. Der Film begleitet Pflegekraft Floria (Leonie Benesch) durch eine von Zeitnot und Personalmangel geprägte Nachtschicht, bei der ihr ein verhängnisvoller Fehler unterläuft.

Lokaljournalismus in der Krise

Auch Deutschland spürt seit Jahren die Erosionen in der Zeitungslandschaft. Als erstes betroffen sind oft die Regionalausgaben. Sie werden zusammengelegt oder gleich ganz gestrichen. Dabei ist gerade der Lokaljournalismus ein wichtiger Pfeiler demokratischen Zusammenlebens. Was passiert, wenn dem örtlichen Bauunternehmer keiner mehr auf die Finger schaut, wenn die "vierte Gewalt" bei wichtigen Gemeinderatssitzungen nicht mehr dabei ist? "Capriccio" besucht die Macher der "Tegernseer Stimme", die kürzlich – nicht wegen finanzieller Erfolglosigkeit – aufgegeben haben, und trifft in Lindau das Start-Up Projekt "Kolumna", das mit einem Crowd-Funding-basierten Modell am Lokaljournalismus der Zukunft arbeitet.

Das Münchner Elektro-Duo UMME BLOCK

Seit Schultagen machen die beiden Münchnerinnen Klara Rebers und Leonie Klinger zusammen Musik. Was mit einfachen selbstgeschriebenen Songs zu Klavier und Gitarre anfing, um auf die Orchesterfahrt der Schule mitfahren zu dürfen, wird gerade zu einem deutschlandweit immer gefragteren Elektro-Pop-Projekt. Ihr Sound entsteht in einer komplexen Bühnen-Choreografie aus dem Zusammenspiel von Stimme, analogem Synthesizer, Beatmaschine und Gitarre.

Der Verlust der Handschrift

Neue Studien belegen es: Mit der Hand zu schreiben, fördert die Entwicklung unseres Gehirns. Länder wie Schweden und Norwegen haben deshalb bei der Digitalisierung in Schulen auf die Bremse gedrückt. Dort soll im Unterricht wieder mehr mit der Hand geschrieben werden. Computer, Tablets, Handys, das Schreiben mit der Hand stellt immer mehr – vor allem junge Leute – vor Probleme. Was hat das für Folgen? Untersuchungen von Neurologen belegen: Das Schreiben mit der Hand fördert die Entwicklung unseres Gehirns, ist Ausdruck unmittelbarer Gefühle und korrespondiert mit unserer Intuition.

Programm

Die Werke und deren Komponisten
Raubkunst-Verdacht Hat Bayern jüdische Erben systematisch getäuscht?
Pflegenotstand als Kino-Drama Leonie Benesch in „Heldin“
Lokaljournalismus in der Krise
Das Münchner Elektro-Duo "Umme Block"
Der Verlust der Handschrift

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