Die Händel-Festspiele in Halle haben einen neuen Intendanten: Florian Amort. Der 32-Jährige gebürtige Bayer übernimmt auch die Leitung des Museums in Händels Geburtshaus.
Bildquelle: Anja Koehler
Florian Amort ist neuer Intendant der Händel-Festspiele. Er leitet zugleich auch das Händel-Haus in Halle, also das Museum im Geburtshaus des berühmten Komponisten. Der Musikwissenschaftler und Dramaturg hat seine Aufgabe in der Heimatstadt von Georg Friedrich Händel am Dienstag angetreten, wie die Stadt und die Stiftung Händel-Haus mitteilten.
Händel sei ein kühner und experimentierfreudiger Komponist mit unermüdlicher Neugier gewesen, sagte der 32-jährige Amort zu seinem Start in Halle. In diesem Geist wolle er seine Arbeit beginnen. "Mit Offenheit für neue Perspektiven, mit Respekt für die Tradition und mit der Überzeugung, dass Händels Musik uns heute noch bewegt." Für Amort dürfte es direkt richtig losgehen: Vom 6. bis 15. Juni 2025 finden die Händel-Festspiele statt.
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Amort wurde in Berchtesgaden in Bayern geboren und studierte an der LMU in München Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte und Katholische Theologie. Er arbeitete unter anderem in Wien als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt "Cimarosas 'Il matrimonio segreto' zwischen Italien und dem Reich (1792–1815)" und war Konzertdramaturg am Brucknerhaus Linz. 2022 wurde er Chefdramaturg der Bregenzer Festspiele. 2023 veröffentlichte er als Herausgeber das Buch "500 Jahre gelebte Tradition. Das Bayerische Staatsorchester". Amort folgt auf Bernd Feuchtner, der im Februar gestorben ist und in diesem Jahr planmäßig aus der Leitung ausgeschieden wäre.
Sendung: "Leporello" am 1. April 2025 ab 16.05 Uhr auf BR-KLASSIK
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